LOGBUCH XCI (13. April 2026). Von Lothar Rilinger
An einem Ostersonntag besuchte der Autor mit einigen Freunden die Abtei Fontgombault, die durch ihre äußere Erscheinung, durch die Größe der Kirche und die Vielzahl der Altäre eine überragende Bedeutung besitzt. Der Bericht über den Besuch der Abtei und der dort zelebrierten Messe mündet in ein Plädoyer für die Bewahrung des „alten Ritus“.
An einem Ostersonntag besuchte der Autor mit einigen Freunden die Abtei Fontgombault, die durch ihre äußere Erscheinung, durch die Größe der Kirche und die Vielzahl der Altäre eine überragende Bedeutung besitzt. Der Bericht über den Besuch der Abtei und der dort zelebrierten Messe mündet in ein Plädoyer für die Bewahrung des „alten Ritus“.
LOGBUCH XC (30. März 2026). Von Michael Stahl
In den ersten beiden Dekaden unseres Jahrhunderts hat sich die sogenannte „woke culture“ entwickelt. Sie ging zunächst aus von Universitäten der angelsächsischen Länder und ist längst auch in Europa verbreitet. Woke culture, das bedeutet, man ist angeblich erwacht und verstehe nun, daß die europäische Kultur seit der Antike „nicht mehr zeitgemäß“ ist. Der Angriff richtet sich hauptsächlich gegen Ehe und Familie, die es jedoch aus christlicher Sicht unbedingt zu schützen und zu verteidigen gilt.
In den ersten beiden Dekaden unseres Jahrhunderts hat sich die sogenannte „woke culture“ entwickelt. Sie ging zunächst aus von Universitäten der angelsächsischen Länder und ist längst auch in Europa verbreitet. Woke culture, das bedeutet, man ist angeblich erwacht und verstehe nun, daß die europäische Kultur seit der Antike „nicht mehr zeitgemäß“ ist. Der Angriff richtet sich hauptsächlich gegen Ehe und Familie, die es jedoch aus christlicher Sicht unbedingt zu schützen und zu verteidigen gilt.
LOGBUCH LXXXIX (16. März 2026). Von Michael Rieger
Robert Bressons „Tagebuch eines Landpfarrers“ entstand Mitte 1950 und kam vor genau 75 Jahren, im Frühjahr 1951, in die Kinos. Der Film basiert auf George Bernanos‘ gleichnamigem Roman von 1936, einem der zentralen Werke der Renouveau catholique. Die Kontexte sind damit also sowohl literarischer als auch katholischer und natürlich filmischer Art – denn Bresson galt den jüngeren Kollegen der Nouvelle Vague, die, wie Jean-Luc Godard und François Truffaut, nach 1945 nach neuen Wegen im Film suchten, als unbedingtes Vorbild. So hatte Bresson schon früh auf professionelle Schauspieler und auf eine konventionelle Erzählweise verzichtet, bewahrte aber im Unterschied zu den teilweise albernen Versuchen der Nouvelle Vague stets eine Klarheit, formale Strenge und Substanz, die ihm bis heute größten Respekt garantiert.
Robert Bressons „Tagebuch eines Landpfarrers“ entstand Mitte 1950 und kam vor genau 75 Jahren, im Frühjahr 1951, in die Kinos. Der Film basiert auf George Bernanos‘ gleichnamigem Roman von 1936, einem der zentralen Werke der Renouveau catholique. Die Kontexte sind damit also sowohl literarischer als auch katholischer und natürlich filmischer Art – denn Bresson galt den jüngeren Kollegen der Nouvelle Vague, die, wie Jean-Luc Godard und François Truffaut, nach 1945 nach neuen Wegen im Film suchten, als unbedingtes Vorbild. So hatte Bresson schon früh auf professionelle Schauspieler und auf eine konventionelle Erzählweise verzichtet, bewahrte aber im Unterschied zu den teilweise albernen Versuchen der Nouvelle Vague stets eine Klarheit, formale Strenge und Substanz, die ihm bis heute größten Respekt garantiert.
LOGBUCH LXXXVIII (2. März 2026). Von Sascha Vetterle
Welche Bedeutung hat das Pontifikat von Papst Franziskus? Wie ist das Verhältnis der nachkonziliaren Kirche zur Moderne? Welchen Beitrag kann die lateinamerikanische Theologie für die Weltkirche leisten? Worin liegt der legitime Kern der gegenwärtig global auftretenden Populismen und inwiefern bedürfen diese der Korrektur? Was hat das alles schließlich mit einer gelingenden Globalisierung zu tun? In seinem 2025 veröffentlichten Buch „Modernity’s Alternative – How History is formed in the Dephts of the Peoples“ sucht der katholische Philosoph und christdemokratische Politiker Rocco Buttiglione all diese Fragen zumindest ansatzweise zu beantworten.
Welche Bedeutung hat das Pontifikat von Papst Franziskus? Wie ist das Verhältnis der nachkonziliaren Kirche zur Moderne? Welchen Beitrag kann die lateinamerikanische Theologie für die Weltkirche leisten? Worin liegt der legitime Kern der gegenwärtig global auftretenden Populismen und inwiefern bedürfen diese der Korrektur? Was hat das alles schließlich mit einer gelingenden Globalisierung zu tun? In seinem 2025 veröffentlichten Buch „Modernity’s Alternative – How History is formed in the Dephts of the Peoples“ sucht der katholische Philosoph und christdemokratische Politiker Rocco Buttiglione all diese Fragen zumindest ansatzweise zu beantworten.
LOGBUCH LXXXVII (23. Februar 2026). Von Christoph Rohde
Die Beendigung des Ukrainekrieges liegt auch nach vier Jahren aktiver Kriegshandlungen in weiter Ferne. Die Fronten dieses Abnutzungskrieges haben sich verhärtet, während die Kriegsursachen weiterhin unverändert bleiben. Selbst Donald Trump, der großspurig die Beendigung des Krieges in 24 Stunden nach seinem Amtsantritt angekündigt hatte, mußte zugestehen, daß der Konflikt schwieriger zu lösen ist, als er erwartet hatte. Im Jahre 2025 stand stieg die Opferzahl auf beiden Seiten, die Drohnenkriegführung wurde intensiviert, aber das Kriegsgeschehen und die Front veränderten sich nur in geringfügigem Maße.
Die Beendigung des Ukrainekrieges liegt auch nach vier Jahren aktiver Kriegshandlungen in weiter Ferne. Die Fronten dieses Abnutzungskrieges haben sich verhärtet, während die Kriegsursachen weiterhin unverändert bleiben. Selbst Donald Trump, der großspurig die Beendigung des Krieges in 24 Stunden nach seinem Amtsantritt angekündigt hatte, mußte zugestehen, daß der Konflikt schwieriger zu lösen ist, als er erwartet hatte. Im Jahre 2025 stand stieg die Opferzahl auf beiden Seiten, die Drohnenkriegführung wurde intensiviert, aber das Kriegsgeschehen und die Front veränderten sich nur in geringfügigem Maße.
LOGBUCH LXXXVI (9. Februar 2026). Von Hartmut Sommer
Am 20. September 1870 endete der Kirchenstaat nach einem letzten kurzen militärischen Widerstand der päpstlichen Truppen, deren effektivster Teil aus Freiwilligen Streitern für den Papst, den sogenannten Päpstlichen Zuaven, bestand. Die meisten dieser Freiwilligen kamen aus den kleinen Niederlanden, wo heute noch an vielen Stellen an sie erinnert wird.
Am 20. September 1870 endete der Kirchenstaat nach einem letzten kurzen militärischen Widerstand der päpstlichen Truppen, deren effektivster Teil aus Freiwilligen Streitern für den Papst, den sogenannten Päpstlichen Zuaven, bestand. Die meisten dieser Freiwilligen kamen aus den kleinen Niederlanden, wo heute noch an vielen Stellen an sie erinnert wird.
LOGBUCH LXXXV (26. Januar 2026). Von Daniel Zöllner
Das neue Buch von Sebastian Ostritsch spricht über ein Kernthema der sogenannten natürlichen Theologie: die Argumente für die Existenz Gottes, die sich allein mithilfe der Vernunft gewinnen lassen. Indem Ostritsch den Gegenargumenten Kants und anderer moderner Philosophen immer wieder Raum gibt, kann sein Buch den Anspruch erheben, nach dem Zeitalter der Aufklärung die natürliche Theologie auf ein neues Fundament zu stellen – oder zumindest eine Erneuerung des scholastischen Projektes anzustoßen.
Das neue Buch von Sebastian Ostritsch spricht über ein Kernthema der sogenannten natürlichen Theologie: die Argumente für die Existenz Gottes, die sich allein mithilfe der Vernunft gewinnen lassen. Indem Ostritsch den Gegenargumenten Kants und anderer moderner Philosophen immer wieder Raum gibt, kann sein Buch den Anspruch erheben, nach dem Zeitalter der Aufklärung die natürliche Theologie auf ein neues Fundament zu stellen – oder zumindest eine Erneuerung des scholastischen Projektes anzustoßen.
LOGBUCH LXXXIV (12. Januar 2026). Von Sascha Vetterle
Die ganzheitliche Ökologie von Papst Franziskus ist ein fruchtbarer Ansatz, auf das zu blicken, was lebensförderlich und was schädlich für das Leben ist, und hierbei die vielfältigen Interdependenzen zu berücksichtigen. Statt eines technokratischen „Wie“ stellt sie das naturrechtliche „Wozu“ in den Fokus. In letzter Konsequenz geht es dabei um den Aufbau einer ganzheitlichen Kultur des Lebens.
Die ganzheitliche Ökologie von Papst Franziskus ist ein fruchtbarer Ansatz, auf das zu blicken, was lebensförderlich und was schädlich für das Leben ist, und hierbei die vielfältigen Interdependenzen zu berücksichtigen. Statt eines technokratischen „Wie“ stellt sie das naturrechtliche „Wozu“ in den Fokus. In letzter Konsequenz geht es dabei um den Aufbau einer ganzheitlichen Kultur des Lebens.
LOGBUCH LXXXIII (25. Dezember 2025). Von Franz Prosinger
Heute begehen wir das Fest der Geburt des Erlösers aus der Jungfrau Maria. Aus diesem Anlaß denkt unser Autor über das vatikanische Dokument „Mater populi fidelis“ nach, das am 4. November 2025 vom Dikasterium für die Glaubenslehre veröffentlicht wurde. Es stellt sich die Frage, ob und inwieweit man Maria als „Miterlöserin“ bezeichnen kann oder ob dies eher für Mißverständnisse sorgt.
Heute begehen wir das Fest der Geburt des Erlösers aus der Jungfrau Maria. Aus diesem Anlaß denkt unser Autor über das vatikanische Dokument „Mater populi fidelis“ nach, das am 4. November 2025 vom Dikasterium für die Glaubenslehre veröffentlicht wurde. Es stellt sich die Frage, ob und inwieweit man Maria als „Miterlöserin“ bezeichnen kann oder ob dies eher für Mißverständnisse sorgt.
LOGBUCH LXXXII (4. Dezember 2025). Von Daniel Zöllner
Wenn ein Autor, der sich selbst als „Engelforscher“ versteht, eine Rilke-Biographie schreibt, dann ist ein Werk zu erwarten, das die Konventionen des Genres sprengt. Denn die Engel sind nun einmal Wesen, die das Menschliche und Irdische sprengen und übersteigen. Und tatsächlich ist ein Buch entstanden, das zwar nicht den Anspruch einer „vollständigen“ Biographie und Werkinterpretation erheben kann, sich dafür aber in erhellender Weise dem Unsagbaren nähert, das für Rilke in Leben und Dichten die Engel verkörperten. Ein Beitrag zum 150. Geburtstag des Dichters.
Wenn ein Autor, der sich selbst als „Engelforscher“ versteht, eine Rilke-Biographie schreibt, dann ist ein Werk zu erwarten, das die Konventionen des Genres sprengt. Denn die Engel sind nun einmal Wesen, die das Menschliche und Irdische sprengen und übersteigen. Und tatsächlich ist ein Buch entstanden, das zwar nicht den Anspruch einer „vollständigen“ Biographie und Werkinterpretation erheben kann, sich dafür aber in erhellender Weise dem Unsagbaren nähert, das für Rilke in Leben und Dichten die Engel verkörperten. Ein Beitrag zum 150. Geburtstag des Dichters.
LOGBUCH LXXXI (24. November 2025). Von Gudrun Trausmuth
Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz und Michael Wladika legten in der ersten Jahreshälfte 2025 den Pilotband der neuen Reihe „Guardini-Studien“ im Herder-Verlag vor. Das ambitionierte akademische Projekt der Katholischen Hochschule Trumau soll in zwei Bänden pro Jahr Perspektiven auf Guardinis Werk eröffnen und die Aktualität des 1885 in Verona geborenen und 1968 in München verstorbenen Theologen deutlich machen.
Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz und Michael Wladika legten in der ersten Jahreshälfte 2025 den Pilotband der neuen Reihe „Guardini-Studien“ im Herder-Verlag vor. Das ambitionierte akademische Projekt der Katholischen Hochschule Trumau soll in zwei Bänden pro Jahr Perspektiven auf Guardinis Werk eröffnen und die Aktualität des 1885 in Verona geborenen und 1968 in München verstorbenen Theologen deutlich machen.
LOGBUCH LXXX (14. November 2025). Von Uwe Wolff
Jean Paul (1763–1825) ist der Dichter der Freundschaft, der Liebe und der Engel. In keinem Werk der deutschen Literatur wuseln die Boten des Himmels mehr herum als in den Erzählungen und Romanen des Pastorensohnes aus Wunsiedel. Eine Liebeserklärung zum 200. Todestag des Dichters.
Jean Paul (1763–1825) ist der Dichter der Freundschaft, der Liebe und der Engel. In keinem Werk der deutschen Literatur wuseln die Boten des Himmels mehr herum als in den Erzählungen und Romanen des Pastorensohnes aus Wunsiedel. Eine Liebeserklärung zum 200. Todestag des Dichters.