LOGBUCH XXXI (2. August 2022). Von Daniel Zöllner

Zwei kurzen Texten aus der Feder von Josef Pieper, die 1974 in dem Aufsatzband „Von der Schwierigkeit, heute zu glauben“ veröffentlicht wurden, kann man in Umrissen eine kritische Theorie des gegenwärtigen Zeitalters entnehmen. Es handelt sich um die beiden Aufsätze „Über die Kunst, nicht zu verzweifeln“ und „Mißbrauch der Sprache – Mißbrauch der Macht“. Während der zweite Aufsatz vom Sprachmißbrauch durch Propaganda handelt, entwirft der erste Aufsatz das Bild einer drohenden totalitären Zukunft. Zusammengenommen ergeben diese beiden Aufsätze ein apokalyptisches Bild der Gegenwart.
LOGBUCH XXX (28. Juni 2022). Von Gabriele Kuby

Das Wort „Propaganda“ steht für alle Methoden, die eine organisierte Gruppe anwendet, um die Meinungen und das Verhalten einer Masse von Individuen entsprechend den eigenen verdeckten Zielen zu lenken. Die Zielgruppe – oft die gesamte Bevölkerung – soll zu einer Veränderung ihres Denkens und Handelns gebracht werden, ohne daß sie die Manipulation bemerkt, sondern so, daß sie vielmehr meint, die Veränderung ihres Denkens und Handelns beruhe auf eigener freier Entscheidung und sei in ihrem Interesse.
LOGBUCH XXIX (17. Mai 2022). Von Felix Dirsch

Der Westen als vereinheitlichende soziologische und politisch-journalistische Kategorie nimmt erst nach 1945 konkretere Formen an. Was jedoch unter dem Westen genau zu verstehen ist, dürfte schwierig zu definieren sein, weil der Begriff jeden direkten Bezug auf geographische Gegebenheiten verloren hat. Häufig wird als „westlich“ die Verpflichtung auf bestimmte Werte verstanden. Kann eine Vergegenwärtigung der christlichen Wurzeln dieser Werte Licht ins Dunkel bringen?
LOGBUCH XXVIII (15. April 2022). Von Christoph Rohde

Mit dem vollzogenen Einmarsch Rußlands in der Ukraine ist der Glaube an eine sukzessive Ausweitung der Friedenszonen weltweit in der deutschen Öffentlichkeit massiv erschüttert worden. Zu sehr hatte man darauf vertraut, daß der Frieden der naturgegebene Zustand sei, der im 21. Jahrhundert zumindest in Europa herrschen werde ...
LOGBUCH XXVII (3. April 2022). Von Susanne Hartfiel

Leser der ersten drei Beiträge dieser Serie werden gemerkt haben, daß Argumentationsmuster und Forderungen der Transhumanisten und ihrer Förderer nicht nur in wissenschaftlichen Zirkeln entwickelt und propagiert werden, sondern vielfach bereits ihren Weg in die Mainstream-Medien und in breite gesellschaftliche Diskussionen gefunden haben. Auch Christen sind dagegen nicht immun.
LOGBUCH XXVI (18. März 2022). Von Susanne Hartfiel

Transhumanisten sind technikbegeisterte und von der Wissenschaft faszinierte Menschen, die sich auf die Fahne geschrieben haben, Welt und Menschheit zu retten, indem sie den Menschen neu erfinden. Sie haben Verbündete und Förderer, die sich selbst nicht als Transhumanisten bezeichnen, aber bestimmte transhumanistische Grundannahmen, Forderungen oder Ziele teilen und politisch durchsetzen wollen.
LOGBUCH XXV (4. März 2022). Von Till Kinzel

Vor vier Jahren, im Juni 2018, erhielt der albanische Priester Ernest Simoni, der 1928 geboren und im Alter von 86 Jahren von Papst Franziskus zum Kardinal ernannt wurde, im Stift Heiligenkreuz den Thomas-Morus-Preis des Alten Ordens vom St. Georg. Aus diesem Anlaß erschien im Wiener Karolinger Verlag die deutsche Übersetzung eines höchst lesenswerten Buches über das Leben Simonis, das der italienische Journalist Mimmo Muolo verfaßt hat und das den Blick auf eine Wirklichkeit lenkt, die in den sogenannten Mainstream-Medien so gut wie keine Aufmerksamkeit findet.
LOGBUCH XXIV (17. Februar 2022). Von Susanne Hartfiel

Der Versuch des Menschen, die Grenzen des Menschseins zu überwinden, ist nicht neu. Bereits die Bibel berichtet davon. Der heutige Transhumanismus ist die Fortsetzung eines solchen Menschen- und Menschheitsverbesserungsversuchs, der im 19. Jahrhundert begann und nach dem 2. Weltkrieg kurzzeitig unterbrochen wurde, um anschließend mit Hilfe fortgeschrittener Technologien und wachsender Vehemenz auf Realisierung zu drängen.
LOGBUCH XXIII (2. Februar 2022). Von Susanne Hartfiel

Der Transhumanismus stellt den vielleicht größten, systematischsten und kohärentesten Gegenentwurf zum christlichen Welt- und Menschenbild dar, der je erdacht wurde.
LOGBUCH XXII (3. Januar 2022). Von Daniel Zöllner

Der Medizinhistoriker Heinrich Schipperges hat in seinem Vortrag „Gesundheit als Theorie der Lebensordnung und Praxis der Lebensführung“ (1987) gezeigt, daß parallel zum Aufstieg der modernen Medizin der Begriff der Gesundheit immer mehr verarmte.
LOGBUCH XXI (13. September 2021). Von Till Kinzel

Das Werk von C. S. Lewis (1898–1963) ist so vielseitig und vielgestaltig, daß es schwerfällt, sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen. Und viele Lewis-Leser haben daher oft nur den einen Teil seines Werkes zur Kenntnis genommen, ohne von dem anderen viel zu wissen oder zu ahnen.
Logbuch XX (11. Juli 2021). Von Stefan Hartmann

Der bekannte Kupferstich „Marientod“ des Martin Schongauer bildet das Cover und ein Zentralmotiv von Wolfgang Kochs großem Essay „Marianisches bei Goethe“ (Kisslegg 2021). Zuerst gesehen hat Goethe den Abdruck bei einer Wallfahrt nach Maria Einsiedeln mit seinem später katholisch gewordenen Freund Friedrich Leopold zu Stolberg im Jahr 1775.
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