Zurück zum Auftrag?

 

Die kirchliche Seelsorge steckt in einer tiefen Krise, zumindest bei uns in Europa und ganz besonders im deutschsprachigen Raum. In dieser Hinsicht besteht Einigkeit über alle Gräben hinweg. Aber in der Diagnose der Ursachen gehen die Ansichten diametral auseinander. Die meisten amtlichen Vertreter der Kirche und der akademischen Theologie suchen den Ausweg in immer neuen Zugeständnissen an die säkulare Moderne und hoffen sich so mit dem ständigen Druck der Medienöffentlichkeit arrangieren zu können. Friedrich Oberkofler, der auf eine große Erfahrung als Pfarrer und Pastoraltheologe zurückblickt, ist vom Gegenteil überzeugt: Nur in der Rückbesinnung auf den ursprünglichen Auftrag und in der unverwässerten Wertschätzung der Tradition liegt für ihn eine Chance, der kirchlichen Pastoral noch einmal die Herzen der Gläubigen zu erschließen. In seinem neuen Buch entwirft er ein schonungsloses Bild von der Lage des kirchlichen Lebens unter dem Drohschatten einer heillos verweltlichten Gesellschaftsordnung und einer unerbittlich herrschenden Fortschrittsideologie. Zugleich skizziert er einen Weg aus dieser Zeitgeisthörigkeit und zurück zur Sorge um das Seelenheil des Christenmenschen, der eigentlichen Mitte des priesterlichen Amtes: Die Pfarrei sei der Ort der Verkündigung des Wortes Gottes, kein unverbindlicher Tummelplatz der„Zivilgesellschaft“. Und der Priester sei nicht ein Sozialarbeiter in der Soutane oder gar ein religiöser Entertainer, sondern der geweihte Zeuge Gottes, der für die Gemeinde das Glaubenswissen hüte und den Menschen in Liturgie und Sakrament das Himmelsreich öffne. Oberkoflers Buch In den Fängen des Fortschritts? Die kirchliche Seelsorge am Scheideweg zwischen Verweltlichung und „offenem Himmel“ erscheint demnächst bei uns im Lepanto-Verlag (ISBN 978-3-942605-19-9, Klappenbroschur, 410 S., ca. € 19,80). Ein entschiedenes und herrausforderndes, vor allem aber von tiefer Sorge um die Kirche getragenes Plädoyer!

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.