Advent - Ankunft - das Zur-Welt-Kommen des Herrn: Wir feiern in diesen Wochen nicht bloß die Erinnerung an das Ereignis in der Geschichte, sondern das Geheimnis selbst, das dauernd gegenwärtig ist und mit dem Versprechen der Wiederkunft einhergeht. Die Zeit, die also des zweifachen Kommens harrt und in der es gilt, im Trüben standzuhalten und hoffend auf die verheißene Klarheit zu bauen, ist die Zeit des Nachdenkens und Besinnens schlechthin.
Der Lepanto-Verlag hat es sich zur Aufgabe gemacht, "Bücher zum Nachdenken und Standhalten" zu veröffentlichen, die sich des Ernsts der Lage bewußt sind. Drei davon dürfen wir Ihnen in der Vorweihnachtszeit besonders ans Herz legen. Zwei stammen aus unserer Theoriereihe, deren Titel "Bedenken und Besinnen" ebenfalls Programm in diesem Sinne ist.
Das erste, radikal, stellt die Entscheidungsfrage: Digitaler Machtwille oder göttliche Ratio - wohin wendet sich der Mensch an einer Epochenschwelle, an der die alte Humanitas von einer neuen "Trans-Humanität" in ihren Grundfesten erschüttert wird? Und kann der verheerende machenschaftliche Zeitgeist in einem kühnen poetisch-mystischen Impuls überwunden werden? Jan Juhani Steinmann legt eine fundamentale Kritik der künstlichen Vernunft vor - ein Wagnis, unbedingt lesenswert!
Buchvorstellungen:
Donnerstag, 18. Dezember 2025, 19:30 Uhr, Café Weimar, Währinger Straße 68, 1090 Wien
Donnerstag, 19. Februar 2025, 18:30 Uhr, Café Museum, Operngasse 7, 1010 Wien
Das zweite Buch hat sich der Vergewisserung der geistigen Schätze des christlichen Abendlandes verschrieben: eine Suche nach den Spuren des Verlorenen, aber Unersetzbaren - verwegen in unseren Tagen, dennoch maßvoll und besonnen vorgetragen: Ein neuer Doppeljahrgang des Lepanto-Almanachs, Bd. 6/7 für 2025/26, herausgegeben von Christoph Fackelmann und Till Kinzel, denkt über "die Poesie des Glaubens und die Sprache der Wahrheit" nach. Mit Beiträgen von Rainer Hillenbrand, Michael Stahl, Gerhard Ringshausen u. v. a.
Das dritte Buch schließlich traf gerade rechtzeitig in zweiter Auflage ein; die Erstauflage war rasch zur Neige: Kein Wunder und ein gutes Zeichen, denn Daniel Zöllners Essays Mut zur Tugend stellen den vielbeachteten Versuch dar, ein zentrales Traditionswissen für die Gegenwart wiederzugewinnen - ebenso klug und einfühlsam wie nützlich!
Lesen Sie nach, bewahren Sie sich das Interesse an guten Büchern und bleiben Sie unserem Verlag gewogen!
Wir wünschen unseren Autoren, Freunden, Begleitern und Mitarbeitern einen besinnlichen Advent und ein gesegnetes Weihnachtsfest!
Abbildung: Wiener Werkstätte / Moriz Jung, 1907 (Metropolitan Museum of Art / Wikimedia Commons)