


Die Bergpredigt. Über das radikale Wagnis des Christseins
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– ISBN: 978-3-942605-45-8
– Format: 140 x 205 mm
– Seiten: 216
– Klappenbroschur
– Erschienen: 14.09.2026
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Wenn in Europa der überlieferte Gottesglaube so schnell dahinschmilzt wie die Gletscher der Alpen, müssen Glaube und Kirche im 21. Jahrhundert neu bedacht werden. Neuevangelisierung im Heidenland bedeutet als erstes, zu wissen, was wir glauben. Mit diesem Ziel und als Laie liest der Althistoriker Michael Stahl einen Grundtext christlichen Selbstverständnisses. Die Bergpredigt Jesu mit ihren in der Neuzeit immer weniger erfüllbar scheinenden Weisungen wird in ihrer Radikalität ernst genommen.
Stahl versteht Jesu Weg der Nachfolge als schonungslosen Gegenentwurf zur modernen Säkularität. Jesu zentrale Forderung nach Umkehr des einzelnen beruht auf der Aufdeckung der anthropologischen Wurzeln der im mosaischen Dekalog sanktionierten Sünden. Deshalb muß Veränderung tief in unserem Inneren ansetzen. Nicht die Übertretung des Verbots zu töten beispielsweise ist das Problem, sondern unser aller Neigung zur Aggression als Ausfluß einer gefallenen Welt. Ihr zu begegnen ist möglich nur aus dem Schritt heraus auf die neue Ordnung zu, die vom Reich Gottes kündet. Das unerhörte Wagnis des jesuanischen Liebesgebots, das jedes Maß zu übersteigen scheint, hat hier seinen Grund und kann nicht mit theologischen oder politischen Ausweichmanövern beantwortet werden. Es bedarf der je persönlichen Annahme des unbedingten Ernstes und der Verpflichtung, die aus den Worten des Heilands sprechen.
Die Forderung Jesu, wir sollten neu werden im Glauben, findet konkrete Erfüllung in erneuerten Gemeinden. Sie verstehen sich als „Kontrastgesellschaften“ gegenüber der sie umgebenden Umwelt. Als solche können sie die Umkehr leben und zugleich nach außen wirken. Das ist Jesu Vision von Kirche als „Nachfolgegemeinschaft“: eine ringende Pilgerschaft, die im Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit an der Brücke baut zwischen Anspruch und Wirklichkeit.
Michael Stahl:
Die Bergpredigt.
Über das radikale Wagnis des Christseins
(Reihe „Erinnern und Überliefern“)
216 S., 140 x 205 mm, Klappenbroschur | ISBN 978-3-942605-45-8 | € 20,00 (D), € 20,60 (AUT), CHF 18,90 | ET: Lepanto Verlag, 14. September 2026
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Stahl, Michael
Michael Stahl studierte Geschichte, Deutsche Literaturwissenschaft und Philosophie in Freiburg i. Br. und in West-Berlin. Er wirkte als Professor für Alte Geschichte und lehrte zunächst in Göttingen und dann über zwei Jahrzehnte an der TU Darmstadt. In seinen Büchern zur antiken Geschichte (u. a. Griechische Geschichte der archaischen und klassischen Zeit, 2 Bände, 2003, Botschaften des Schönen, 2008, Das Schöne und die Politik, 2018) hat Stahl immer die Frage bewegt, was ferne Vergangenheiten mit unserer Gegenwart zu tun haben. Daran knüpft auch seine Arbeit in zwei Gesprächsforen an, aus der das bei Lepanto erschienene Buch Die Bergpredigt. Über das radikale Wagnis des Christseins hervorging.





